Ausflugsziel Höhle Heimkehle in Harz (Sachsen-Anhalt): Position auf der Karte

Höhle Heimkehle

Höhle Heimkehle
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aktualisiert am 26 Apr 2024
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Beschreibung

Der "kleine Dom", einer der Teilbereiche der Höhle
© TouriSpo / D. Eisenrauch Der "kleine Dom", einer der Teilbereiche der Höhle

Die Höhle Heimkehle gehört mit einer Gesamtlänge von über 2000 m zu den größten bekannten Höhlen im Südharz. Besichtigen kann man davon rund 600 m, die sich in vier Bereiche aufteilen: einen Außenbereich mit Museum, den sogenannten „kleinen Dom“, den „großen Dom“ und den Thyra-See.

Im „kleinen Dom“ befindet sich ein Denkmal zur Erinnerung an die Opfer des KZ Dora während des zweiten Weltkriegs. Zu dieser Zeit befand sich in der Höhle eine Rüstungsfabrik, in der die Häftlinge unter härtesten Bedingungen arbeiten mussten.

Der „große Dom“ zeigt eindrucksvoll den weiteren Verlauf der Geschichte nach Ende des zweiten Weltkriegs. Die Rote Armee ließ die Höhle aufgrund ihrer bisherigen Nutzung sprengen, weshalb der Innenraum des „großen Doms“ voller abgesprengter Felsstücke liegt. Dies wiederum hat den Vorteil, dass heute nur noch wenige Felsenteile von der Decke fallen und die Verletzungsgefahr für Besucher daher äußerst gering ist. Zur eigenen Sicherheit muss dennoch jeder Besucher einen Helm tragen!

Besichtigung

Aus Sicherheitsgründen darf die Höhle nur mit einer Führung besichtigt werden. Die letzte Führung findet jeweils eine Stunde vor Schließung der Höhle statt. Besichtigt werden kann zudem nicht nur das Innere der Höhle über den heutigen, leicht zu erreichenden Eingang, sondern auch der frühere Natureingang, der über ein Stück des Karstwanderwegs zu erreichen ist. Die Höhlenführung dauert etwa 45 Minuten und beinhaltet neben der reinen Besichtigung interessante Informationen über die Entstehung, Geschichte und Geologie der Höhle.

Fledermäuse in der Höhle Heimkehle

Die Höhle Heimkehle wird von diversen Fledermausarten bewohnt. Insgesamt konnten bisher elf verschiedene Arten in der Höhle nachgewiesen werden. Einige Arten nutzen die Höhle nur als Winterquartier, andere haben hier ganzjährig ihr Lager aufgeschlagen. Daher sieht man bei einer Besichtigung oft auch eine Fledermaus umherflattern. Kaum anzutreffen sind sie hier allerdings von Anfang Mai bis Mitte Juli. Während der Schwärmzeit halten sich bis zu 4000 Fledermäuse in der Höhle auf.

Restaurant "Zur Höhle Heimkehle"

Wer nach der Höhlenführung Hunger bekommt, kann im Restaurant „Zur Höhle Heimkehle“ einkehren. Es befindet sich auf dem Außengelände der Höhle und bietet gut bürgerliche Küche mit Harzer Spezialitäten. Das Restaurant hat Dienstags bis Sonntags ab 11 Uhr geöffnet.

Sehr geehrte Gäste! Wir freuen uns, für Sie öffnen zu dürfen. Planen Sie einen Ausflug in größerer Familien- oder Wandergruppe ist besonders in den Ferienzeiten eine Anmeldung empfohlen. In der Höhle besteht Maskenpflicht. Die Anzahl der Teilnehmenden pro Führung ist begrenzt.

Entstehung und Geschichte

Erste touristische Nutzung

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Höhle Heimkehle 1357. Theodor Wienrich, der in den 1920er Jahren ein Hotel in unmittelbarer Nähe zur Höhle unterhielt, hielt erstmals Führungen in die Höhle ab. Diese hatten allerdings eher Hobbycharakter, daher gab es für diese touristische Nutzung der Höhle keine Nachweise.

Nutzung als Rüstungsfabrik

Während des zweiten Weltkriegs richteten die Nationalsozialisten in der Höhle eine Rüstungsfabrik ein. 1500 Häftlinge des KZ Dora in Rottleberode mussten unter schlimmsten Bedingungen täglich hier arbeiten. In den eingerichteten Werkhallen produzierte man Fahrgestellteile für das Kriegsflugzeug JU 88. Als die alliierte Front sich dem Lager annäherte, wurde es, am 4. April 1945, aufgelöst und die Häftlinge des KZs auf Todesmärsche geschickt.

Sprengung der Höhle

Wegen der Nutzung der Höhle als Rüstungsfabrik ließ die Rote Armee die Zugänge zur Höhle 1946 sprengen. Hätte man nachweisen können, dass die Höhle bereits in den 20er Jahren touristisch genutzt wurde, wäre diese Sprengung vermutlich nicht erfolgt.

Wiedereröffnung

Heute erinnert ein Mahnmal im „kleinen Dom“ an die Opfer des KZ Dora. Seit dem 25. April 1954 ist die Höhle wieder für Besucher zugänglich gemacht. Sie feiert daher 2014 ihr 60jähriges Bestehen als Touristenattraktion.

Wissenswertes

Anfahrt

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:

Die Höhle Heimkehle ist bequem mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen. Übernachtungsgäste der Region um Stolberg sowie des Landkreises Harz erhalten beim Einchecken ins Hotel das Harzer Urlaubsticket HATIX. Damit können alle öffentlichen Busse kostenfrei genutzt werden.

Der Bus 450 führt von Sangerhausen, Breitenstein, Stolberg und Berga zur Heimkehle. Man verlässt den Bus an der Haltestelle Abzweigung Heimkehle und hat von hier aus noch ein paar Minuten Fußweg zur Höhle.

Videos

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Kontakt

Schauhöhle Heimkehle
An der Heimkehle 3
06536
Südharz OT Uftrungen
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034653 305
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